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Der Glaube

„Glaube und Liebe ist das ganze Wesen eines Christen. Der Glaube empfängt, die Liebe gibt.“ (Martin Luther)
So sah der große Reformator des 16ten Jahrhunderts also den Glauben – untrennbar verbunden mit tätiger Nächstenliebe. Luthers Schwerpunkt lag deutlich auf dem Doppelgebot der Liebe, der Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Was aber ist Glaube?

Ist er nur christlich?
‚Ich glaub das nicht!‘ oder ‚Glaub mir doch!‘ sind ganz alltägliche Ausdrücke. Aber bedeutet das auch, dass er ganz alltäglich ist?
Ja, denn überall auf der Welt finden sich solche oder ähnliche Alltagsausdrücke über „glauben“.
Eine andere Redewendung lautet

„Glauben heißt nicht wissen!“

Ist er wirklich ein Gegensatz zum Wissen? Nein! Der Unterschied zum Wissen ist lediglich darin begründet, dass er ohne beweisbare Fakten auskommen kann. Im Gegensatz zum Wissen kann er sich also wandeln.
Im Großen geschah dies in der christlichen Welt während der Reformation. Damals wandelte sich das Glaubensgerüst vom strafenden Gott zum gnädigen und vergebenden Gott.

Aber ist Glaube denn nun an eine Religion gebunden?

Zumindest wird mit einer Religion immer auch ein Glaubenssystem verbunden; sei es an einen Gott oder an mehrere Götter. In manchen Religionen, wie etwa im Paganismus, bei manchen Druiden oder vielen Naturreligionen wird jedoch der Gottesbegriff durch den Begriff Geist/Geister ersetzt.
In einigen Religionen gibt es zudem

Märtyrer oder Heilige

Sie sind Menschen die so stark in ihrem Glauben waren oder sind, dass sie für ihn sogar in den Tod gingen und noch heute gehen. In der westlichen Welt sind die bekanntesten Märtyrer wohl die Frühchristen, die bei den Römischen (und später den osmanischen) Christenverfolgungen ihr Leben ließen.
Sogar heute gibt es noch Menschen, die Ihren Glauben für bedeutender halten als ihr eigenes Leben.

Die Macht der Glaubenslehrer

Gewollt oder ungewollt, kann bei manchen Menschen zu einer kompletten Selbstleugnung führen. Dies kann und wird dann von subversiven Kräften in einen regelrechten Märtyrer-Wahn geleitet. So werden dann zum Beispiel islamistische Selbstmord-

Der Glaube stiftet Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Der Glaube stiftet Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Attentäter geschaffen, die sich als moderne Märtyrer sehen und von fundamentalistischen Führern als solche geehrt werden.

Warum ist der Glaube eine so starke Sache?

Abgesehen von oben genannten mehr oder weniger politischen Gründen, gibt er Hoffnung in Verzweiflung. Er kann neue Kraft geben, wo die Grenzen der eigenen Kräfte und Möglichkeiten ausgeschöpft zu sein scheinen.
Jedes Glaubenssystem gibt Werte von Generation zu Generation weiter.
Glaubensgemeinschaften bieten Geborgenheit und das Gefühl gewollt, geliebt und wertvoll zu sein.